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Rekordbesuch und starkes Signal für den ländlichen Raum

  • natur+mensch
  • vor 2 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Die Internationale Grüne Woche in Berlin hat zu ihrem 100. Jubiläum neue Maßstäbe gesetzt. 350.000 Besucher strömten zehn Tage lang auf das Berliner Messegelände – ein Plus von rund 40.000 gegenüber dem Vorjahr


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Foto: © Messe Berlin GmbH
Foto: © Messe Berlin GmbH

Die weltweit bedeutendste Messe für Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft und Gartenbau bewies eindrucksvoll: Auch nach einem Jahrhundert ist sie relevanter denn je. Am Sonntag, dem letzten Messetag, konnte mit dem Besucher-Plus eine positive Bilanz dieser Jubiläumsmesse am Berliner Funkturm gezogen werden. Das gilt nicht nur für die Besucherzahl, sondern auch für Veranstalter, Aussteller, beteiligte Verbände und die Inhalte im großen Rahmenprogramm.


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte die Jubiläumsausgabe eröffnet. Bundeskanzler Friedrich Merz informierte sich bei einem eigenen Rundgang über die Leistungsfähigkeit der heimischen Landwirtschaft. Insgesamt sieben Bundesminister nahmen sich Zeit für Gespräche mit Bürgern und Fachbesuchern. Die Grüne Woche bestätigte damit erneut ihre Rolle als zentraler politischer Treffpunkt zu Jahresbeginn.


Rainer sieht sich im Kurswechsel seines Ministeriums bestätigt


Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer nutzte die Messe als Plattform für intensive Gespräche und hob die Bedeutung der deutschen Land- und Ernährungswirtschaft hervor. Der Minister, der die Grüne Woche erstmals in seinem Amt erlebte, lobte den Austausch auf Augenhöhe und zeigte sich zufrieden mit der Resonanz auf den politischen Kurswechsel der Bundesregierung.


Auch die Akteure aus dem ländlichen Raum nutzten das Forum intensiv. Beim Parlamentarischen Abend von Deutschem Jagdverband (DJV), Deutschem Schützenbund (DSB) und dem Aktionsbündnis Forum Natur (AFN) kamen rund 400 Gäste aus Verbänden, Politik und Gesellschaft zusammen. Minister Rainer fühlte sich bei dieser Veranstaltung nach eigener Aussage „zu Hause unter Freunden“.


Im Zentrum der Gespräche standen die Ausbreitung des Wolfes und seine geplante Aufnahme ins Bundesjagdgesetz sowie die Evaluierung des Waffenrechts. DJV-Präsident Helmut Dammann-Tamke begrüßte die Gesetzesänderung beim Wolf als großen Fortschritt, kritisierte aber das geplante Schnellabschussverfahren für Problemwölfe. Er forderte ein konsequenteres Vorgehen: „Wir sollten zudem in allen Rudeln 40 Prozent des Nachwuchses entnehmen. Der Wolf muss lernen: Menschliche Witterung bedeutet Gefahr."


Schulterschluss der Landnutzer


Max von Elverfeldt, Vorsitzender des AFN, unterstrich den notwendigen Schulterschluss der Landnutzer und betonte die Hauptaufgabe, für eine stärkere Wahrnehmung des ländlichen Raums in Politik und Gesellschaft einzutreten. Die Akteure im ländlichen Raum wirkten gemeinsam als Eigentümer, Pächter oder Nutzer in der Natur und mit der Natur – nach dem Motto: natürlich nutzen und schützen.


Die Grüne Woche war nicht nur politischer Treffpunkt, sondern auch wirtschaftlicher Impulsgeber. Über 1.100 Reisebusse brachten Besucher aus ganz Deutschland und dem Ausland nach Berlin, die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben lagen bei rund 150 Euro. Mehr als 1.800 Medienschaffende aus 21 Ländern berichteten von der Veranstaltung.


Die Bilanz der Branchenvertreter fiel durchweg positiv aus. Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes, zeigte sich erfreut über das große Besucherinteresse und die Gespräche mit hochkarätigen politischen Gästen. Die Grüne Woche im 100. Jahr sei ein voller Erfolg gewesen.


Die nächste Grüne Woche findet vom 15. bis zum 24. Januar 2027 statt.

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