Umweltbildung ganz konkret mit Rotary und natur+mensch
- natur+mensch
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„Walderlebnistag“ des Rotary Clubs Hamm-Mark für 200 Grundschüler im Heessener Wald in Kooperation mit dem Landesbetrieb Wald und Holz. NRW- Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen überreichte Waldrucksäcke für 18 Schulen

Der Rotary Club Hamm-Mark hat einen wichtigen Beitrag zur Umweltbildung von Kindern geleistet: 17 „Waldrucksäcke“ – prall gefüllt mit nützlichen Utensilien zur Erforschung der heimischen Flora und Fauna – wurden jetzt Vertreterinnen und Vertretern von Hammer Schulen überreicht. NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen übergab die Rucksäcke und betonte, dass das Lernen im Wald besonders intensiv und nachhaltig sei. Über 200 Schülerinnen und Schüler waren zuvor beim „Walderlebnistag“ dabei, den der Hammer Zivilclub gemeinsam mit Beschäftigten des Landesbetriebs Wald und Holz organisiert hatte. Die Kinder erfuhren unter anderem, welche besonderen Eigenschaften Jagdhunde haben, welche Wildtiere im Wald heimisch sind und sie konnten das Alter eines Baumes bestimmen.
„Kinder und Jugendliche sollen die Natur nicht nur aus Büchern kennenlernen, sondern sie direkt erleben und verstehen. Die ‚Walderlebnistage‘ sind dafür eine tolle Gelegenheit, genauso wie die Lernort-Natur-Rucksäcke. Damit können die Kinder den Wald mit allen Sinnen erleben! Einen herzlichen Dank an alle Beteiligten für ihren Beitrag zur Umweltbildung für Schülerinnen und Schüler“, erklärte Ministerin Silke Gorißen. Sie überreichte gemeinsam mit dem Präsidenten des Rotary-Clubs Hamm-Mark, Robert Vornholt, und dem Vorsitzenden der Stiftung natur+mensch, Georg Graf von Kerssenbrock-Praschma, die „Waldrucksäcke“. Darin enthalten sind unter anderem Becherlupen für Bodenuntersuchungen, ein Stethoskop, um den Wasserstrom im Baum abhören zu können, und sogar ein Fernglas, um die Baumkronen genau zu erkunden.
Die Kosten für die Lernort-Natur-Rucksäcke, die von der Jägerstiftung natur+mensch konzipiert und zusammengestellt wurden, hat der Rotary Club Hamm-Mark übernommen. Damit können Lehrkräfte, unterstützt durch Waldpädagoginnen und -pädagogen, ihren Schülerinnen und Schülern qualitativ hochwertige Umweltbildung anbieten und langfristig das Umweltbewusstsein der Kinder und Jugendlichen stärken, erläuterte die Ministerin.
„Kinder sollten die heimische Flora und Fauna möglichst früh kennenlernen. Der Waldrucksack ist ein sehr gutes Instrument, um Umweltbildung praktisch zu ermöglichen – ob als Ideengeber für den Unterricht, Motivation zur Beschäftigung mit der Natur oder einfach für die kompetente Beantwortung von Fragen der Schülerinnen und Schüler. Der Rotary Club Hamm-Mark hat seit langem das Thema Bildung im Blickpunkt. Deshalb passen der Walderlebnistag und die Übergabe der Waldrucksäcke ideal in die Aktivitäten unseres Zivilclubs“, erklärte Clubpräsident Robert Vornholt.
Der Vorsitzende der Jägerstiftung betonte im „grünen Klassenzimmer“ nahe der „Waldbühne Heessen“, dass es einerseits eine Entfremdung von der Natur, andererseits aber zugleich eine „Vermenschlichung“ gebe, wie er am Beispiel des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals verdeutlichte.
Rotary-Club-Präsident Vornholt appellierte zum Abschluss an die Lehrerinnen und Lehrer, den Waldrucksack intensiv zu nutzen, zumal viele heimische Jäger bereit seien, ihre Reviere für den praktischen Einsatz der Unterrichtsmaterialien zur Verfügung zu stellen.
Quelle: Rotary Club Hamm-Mark






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